Gibt es die "perfekte" Trauerfeier für Kinder?
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Die „perfekte“ Trauerfeier –
warum es gerade nicht um Perfektion geht
Viele Eltern sorgen sich vor Trauerfeiern:
Ist das zu viel für mein Kind?
Was, wenn es weint? Oder im falschen Moment lacht?
Als Trauersängerin und Familien-Trauerbegleiterin kann ich sagen: Kinder brauchen keine perfekte Trauerfeier – sie brauchen einen sehr persönlichen, ehrlichen und selbstbestimmten Abschied
1️⃣ Erwartungen reduzieren
Eine Trauerfeier muss nicht „schön“ sein. Sie darf leise, brüchig und emotional sein. Das nimmt Kindern (und Erwachsenen) Druck.
2️⃣ Kindern eine Rolle geben
Kinder fühlen sich sicherer, wenn sie etwas tun dürfen:
- eine Kerze anzünden
- ein Bild ablegen
- ein Lied hören oder mitsingen
- einen kleinen Gegenstand mitgeben
3️⃣ Musik bewusst einsetzen
Musik hilft Kindern, Gefühle zu fühlen, ohne sie erklären zu müssen. Gerade live gesungene Lieder schaffen Verbindung und Halt.
4️⃣ Gefühle zulassen – alle
Tränen, Lachen, Bewegung: Kinder trauern anders.
Das ist kein Stören, sondern Ausdruck ihrer Gefühlswelt.
Alles darf sein.
5️⃣ Danach Zeit einplanen
Ein gemeinsames Beisammensein, ein Spaziergang oder ein ruhiger Ort danach helfen beim Übergang – besonders für Kinder.